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© FG Heeschter Berkediebe 2016
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FG Heeschter Berkediebe

     

Die "Berkediebe" hatten ihr Publikum bei der Prunksitzung am Samstag voll im Griff. Dafür sorgten Gäste und eigene Kräfte. Hainstadt. Maßstäbe setzte am Samstag die 71. Prunksitzung der FG "Heeschter Berkediebe": Mit ihrem anspruchsvollen Programm brannten die Akteure ein närrisches Feuerwerk ab und sorgten für vier Stunden beste Unterhaltung. Durch den Abend führte Präsident Bernd Hirsch. Sein Willkommensgruß galt den Gastabordnungen aus Glashofen, Buchen, Hettingen, Rosenberg, Seckach, Walldürn, Höpfingen, Königshofen, Hettigenbeuern, Großheubach und Schweinberg. Mit einer flotten Tanz-Revue der hauseigenen Kindergarde (Trainerinnen Lisa Axmann, Mareike Scheuermann, Selina Weismann und Patricia Buschmann) startete das Programm. Als "Ur- Höpfemer" heizte Wolfgang König, einer der renommiertesten Büttenredner der Region, dem Publikum ein. Er glänzte als polyglotter Urlauber und Seefahrer sowie entnervter Ehemann auf großer Kreuzfahrt - natürlich jagte auf hoher See ein Ärgernis das nächste: Zum Beispiel war von einem ordnungsliebenden Steward oder auch einem "Wandschrank mit rundem Glasfenster" die Rede. Nach diesem Frontalangriff auf die Lachmuskeln gewährte das von Sonja Felleisen trainierte Tanzmariechen Silja-Maria Fieger etwas fürs Auge: Munter wirbelte sie über die Bühne und verzauberte ihr Publikum. Auf anderer Ebene brillierte Cora-Eloisa Krüger: Als "eine, die alles für die Faschenacht tut" gab sie in Versform die ideale karnevalistische Ausbildung bekannt und demonstrierte diese gleich am Beispiel der Ehrengäste. Das hatte Zunder! Ganz dynamisch folgte mit der Aerobic-Gruppe von Anja Blum ein weiteres Aushängeschild der Heeschter Faschenacht. Deren Schautanz "Das ist deine Welt" wusste durch die Choreographie ebenso zu gefallen wie durch die sportliche Ausführung. Mit dreifach donnerndem "Heescht Helau" verabschiedet, räumten sie die Bühne für Ralf "Zack" Zang, der mit dem "Höhgöikerle" Lina Zang munter an der Stimmungsschraube drehte. Nicht nur der Schwank über die drei Flaschengeister "Wer", "Was" und "Weiß ich nicht" sorgte für beste Laune. Die Freunde flinker Gardetänze kamen dann bei der von Elli Kusch und Steffen Hollerbach trainierten und von Vanessa Kaller und Kristin Münch betreuten Juniorengarde auf ihre Kosten. Der Narrenring-Dritte heizte kräftig ein und bildete die Vorstufe für "Achim und Freunde": Landrat Dr. Achim Brötel, Peter Fieger, Rita Müller und Gerda Schmitt warteten mit genialen Parodien bekannter Schlager auf und lieferten eine feinsinnige Form von Musikkabarett ab - wohltuend unpolitisch und einfach nur humorvoll! Aus der zwischenzeitlich eingekehrten Gemütlichkeit wurde das Publikum mit dem Tanz der Seniorengarde (trainiert von Dorothea Rathmann und Franziska Blum) aufgeweckt. Höchst originell überzeugte "Küster" Martin Gehrig (FG "Höhgöiker Glashofen") mit manchem Seitenhieb auf den Klerus. Seine Anekdoten eines Mesners der Seelsorgeeinheit Walldürn rundete der "Küster" mit einem Appell an die Eltern ab: Taufen seien nicht mehr schön - die Namen für Kinder werden immer würdeloser. Ähnlich tiefsinnig zeigte sich "Konrad Duden" alias Dirk Hemberger. Der Wortakrobat alter Schule hielt fest, dass die "Sprache der Dichter und Denker" immer weiter verkomme. Nicht nur das "Denglisch for you" fordere seinen Tribut, sondern auch die politische Korrektheit, wegen der alte Volkslieder auf einmal "Zehn kleine Pigmentierte" oder "Lustig ist das Roma-Leben" heißen müssten. Leichtfüßige Akzente setzten danach einmal mehr die von Carmen Gerig trainierte Seniorengarde der "Höpfemer Schnapsbrenner" sowie die "Höhgöiker" mit ihrer temperamentvollen, unter Maren Schmidt einstudierten Revue "Die Post ist da". Auf der Zielgeraden glänzte die Heeschter Männergarde (trainiert von Michaela Büchler und Diana Schwarz-Berberich): "Viva la Mexiko" stellte sie, einfallsreich kostümiert, mit kraftvollen Bewegungen fest. Elke Hemberger in der Bütt hatte die Mehrzweckhalle voll im Griff: Genüsslich zog sie die Esoterik durch den Kakao und bewältigte perfekt den schmalen Grat zwischen Klischee und Realität - allerhand Wortspiele inbegriffen. Beim von der Jugend- und Seniorengarde dargebotene Tanz "Spiel' mit mir" schlüpften die jungen Akteure in die Rolle von zum Leben erweckten Spielzeugen und schlugen die Brücke zum turbulenten "Finale" - mit dem ereignisreiche und frohe vier Stunden bei den "Heeschter Berkedieben" ihrem Ende entgegen gingen. Präsident Bernd Hirsch vergaß nicht den Dank an alle Aktivposten, zu denen mit Stimmungsmusik und Schunklern auch der Musikverein Hainstadt unter Leitung von Thomas Münch gehörte.
Bericht der Fränkischen Nachrichten vom 13.2.2017
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